Heilwasser-Schwimmbad - (01)

Heilwasser-Schwimmbad - (01)

Wirkmechanismus:

Das Heilwasser von Sóstó hat in einer doppelblinden Studie nachweislich eine heilende Wirkung bei chronischen Erkrankungen des Bewegungsapparates. Aufgrund seiner chemischen Zusammensetzung ist es ein Natrium-Chlorid (Salz), hydrogencarbonathaltiges, jod-bromhaltiges Wasser. Charakteristisch für salzhaltige Wasser ist, dass sie stark an der Haut haften, womit sie ihre starke entzündungshemmende und das Immunsystem stärkende Wirkung entfalten. Aufgrund seiner exfolierenden Wirkung kann es auch bei dermatologischen Erkrankungen empfohlen werden.

Neben den oben genannten Wirkungen aufgrund der anorganischen Mineralstoffzusammensetzung, haben auch die physikalischen Eigenschaften des Wassers vorteilhafte Wirkungen auf den menschlichen Körper und können in der Heilung gut genutzt werden.

  • Aggregatzustand: aufgrund seines flüssigen Zustands umgibt das Wasser den in es eintauchenden Körper von allen Seiten. Der Wasserfluss erzeugt einen Reiz auf der Haut.
  • Hydrostatischer Druck: durch den Anstieg des zirkulierenden Blutvolumens innerhalb der Blutgefäße. Dank des auf den Körper ausgeübten Wasserdrucks wird das Blut aus den Venen der Haut, des Unterhautgewebes und der oberflächlichen Muskeln in den Kreislauf zurückgepumpt, wodurch das Herz das Blutvolumen, das sogenannte Schlagvolumen, das pro Minute in das arterielle System befördert wird, erhöht. Gleichzeitig steigt weder die Pulsfrequenz noch der Blutdruck, im Gegenteil, laut Erfahrungen sinkt der Blutdruck. Bei der Rehabilitation von Herzpatienten wird genau diese Wirkung des Eintauchens in Wasser ausgenutzt. Auch die Urinausscheidung wird gesteigert, wodurch es eine diuretische Wirkung hat.
  • Auftrieb: erleichtert bestimmte Bewegungen.
  • Temperatur: das Wasser mit einer Temperatur von 34-36 Grad wird als warm empfunden. Warmes Wasser entspannt die Muskeln, die Durchblutung der Haut und Muskeln wird erhöht.

Als Immersion bezeichnet man das Eintauchen des Körpers in vertikaler Position bis zur Sternalhöhe (Hals) in das Wasser. Die durch die Immersion verursachten physiologischen Veränderungen basieren auf drei physikalischen Faktoren: dem hydrostatischen Druck, dem Auftrieb, der Temperatur und werden stark von der Aufenthaltsdauer im Wasser beeinflusst. Sowohl Mineralwasser als auch gewöhnliches Leitungswasser lösen diese Veränderungen aus. Hinzu kommt die chemische Wirkung, die sich aus den im Wasser gelösten Mineralien ergibt. Die Balneotherapie wirkt sich positiv auf das antioxidative System aus und reduziert den Gehalt an schädlichen freien Radikalen.

Behandlungsablauf:

Die empfohlene Zeit des Aufenthalts im Heilwasserbecken beträgt: 20 Minuten, die nach einer kurzen Ruhepause wiederholt werden kann.

Indikationen:

Erkrankungen des Bewegungsapparates: degenerative Erkrankungen der Wirbelsäule, wie Bandscheibenvorwölbungen, Bandscheibenvorfälle, Abnutzungserscheinungen an Hüft-, Knie-, Sprunggelenken und Schultern, Weichteilabnormitäten, entzündliche Gelenkerkrankungen im inaktiven Stadium als symptomatische Therapie, Nachbehandlung nach orthopädischen Operationen, Rehabilitation nach Unfalloperationen.

Gegenanzeigen:

  • Herz- und Kreislauferkrankungen: innerhalb von sechs Monaten nach einem Herzinfarkt, Herzinsuffizienz, therapierefraktäre Hypertonie
  • Venenentzündung,
  • Schilddrüsenüberfunktion
  • Epilepsie, Multiple Sklerose
  • Entzündliches Stadium einer Erkrankung des Bewegungsapparates
  • Inkontinenz (teilweiser oder vollständiger Verlust der Stuhl- oder Harnkontrolle)
  • Blutungsneigung, Einnahme von Blutverdünnern, Menstruation
  • Fünf Jahre nach einer Krebserkrankung, jedoch auch danach nach individueller Abwägung
  • Infektionskrankheiten
  • Offene Wunden, Verletzungen, infektiöse Hautkrankheiten
  • Fieberhafte Zustände
  • Schwangerschaft.